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Latemarspitze

Latemarspitze, höchste Erhebung im Latemargebirge

Die Latemarspitze ist mit einer Höhe von 2.800 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung bzw. der höchste Gipfel des Latemargebirges. Das Latemargebirge wiederum befindet sich in Südtirol und prägt die umliegenden Orte, welche zum Feriengebiet Rosengarten-Latemar gehören. Der Latemar ist vor allem auch wegen des Karersees bekannt. Dieser See liegt am Fuße des Latemargebirges, welches sich im den in den unterschiedlichsten Farben schillernden See spiegelt. Daher wird der Karersee auch als der Regenbogensee bezeichnet.

Das Latemargebirge befindet sich genau auf der Grenze der Provinzen Südtirol und Trentino, welche zusammen die italienische Region Trentino-Südtirol bilden. Nördlich des Latemars ist die Provinz Südtirol, südlich die Provinz Trentino.

Die Latemarspitze, auf Italienisch: „Schenon“, befindet sich im östlichen Teil des Latemargebirges und wird aufgrund dessen teilweise auch „Östliche Latemarspitze“ bezeichnet. Die Latemartürme, unter denen sich mit dem Diamantiditurm der höchste Gipfel des Latemargebirges befindet, sind von der Latemarspitze durch die Große Latemarscharte getrennt. Die Große Latemarscharte hat eine Höhe von 2.650 Metern über dem Meeresspiegel und wird auf Italienisch „Campanili del Latemar) bezeichnet. Östlich der Latemarspitze befindet sich der Cornon, ein Gipfel mit einer Höhe von 2.791 Metern über dem Meeresspiegel, der noch zu dem Kamm des Latemargebirges gehört.

Die Nordwände der Latemarspitze sind sehr steil und ragen über einen Höhenunterschied von etwa 700 Metern steil nach oben. Am Fuße der steilen Nordwand befinden sich großflächige Schutthalden und darunter der Karersee. Etwas „harmloser“ zeigt sich der Gipfel von seiner Südseite. An dieser Seite befindet sich ein relativ flaches Schuttgelände, welches sich oberhalb des Valsorda befindet. Das Volsorda ist vom Fleimstal ein Seitental.

Wie das gesamte Latemargebirge besteht auch die Latemarspitze aus Schlerndolomit. Durch die Anerkennung der Dolomiten als UNESCO-Weltnaturerbe wurde auch das Latemargebirge im Juni 2009 in die Liste der besonders erhaltenswerten Weltnaturstätten aufgenommen.

Die Erstbesteigung

Die Erstbesteigung der Latemarspitze erfolgte durch den Augsburger Gustav Euringer zusammen mit dem Bergführer Battista Bernard am 01.09.1884. An diesem Tag bestiegen die beiden die Latemarspitze in der Absicht, als Erstbesteiger des höchsten Gipfels des Latemargebirges zu gelten. Doch als die beiden am Gipfel ankamen, merkten sie, dass sie einem Irrtum unterlagen. Denn nicht die Latemarspitze, sondern der Diamantiditurm ist der höchste Gipfel des Latemargebirges. Daher hatte Gustav Euringer im folgenden Jahr, am 25.07.1885 auch diesen Gipfel bezwungen, von dem er ebenfalls als Erstbesteiger in die Geschichte dieses Dolomitenkammes einging.

Die Erstbesteigung der Latemarspitze erfolgte durch Gustav Euringer und Battista Bernard über die steile Nordwand. Nur wenige haben diese Route in der folgenden Zeit gewählt, da es sich um eine äußerst schwierige Route handelt. Der Weg durch die Südflanke der Latemarspitze hat sich aufgrund dessen, dass dieser im Vergleich zur Route durch die Nordwand erheblich leichter ist, durchgesetzt.

Die Besteigung der Latemarspitze

Unter sämtlichen Gipfeln des Latemargebirges wird die Latemarspitze am meisten erklommen. Der Grund hierfür ist, dass die Latemarspitze als einziger der hoch in den Himmel aufragenden Gipfel durch markierte Wanderwege erschlossen ist.

Wer die Latemarspitze besteigen möchte, der kann dies von Osten und von Westen aus machen. Ein markierter alpiner Steig führt von Osten, dessen Ausgangspunkt Karersee (Siedlung), die Fraktion von Welschnofen, ist. Ebenfalls kann man auch den Karerpass als Ausgangspunkt für die von Osten nach oben führende Route nehmen. Vom Westen hingegen kann man Obereggen oder das Reiterjoch als Ausgangpunkt wählen. Von diesen Ausgangspunkten führt über die Südwestflanke ein Steig von der Großen Latemarscharte zum Gipfel der Latemarspitze.

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