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Sella

Die Sella

„Wie ein Altar, so steh´n die Berge da“ – so besingen die Kastelruther Spatzen in einem Lied (Gloria alla montagna) die Berge ihrer Südtiroler Heimat. Doch auf keinen Berg passt das Wort „Altar“ besser als auf die Sella. Die Sella ist ein Fels- bzw. Bergstock von einem gewaltigen Ausmaß, der mit einem Sattel verglichen werden kann. Dies war auch für die Namensgebung ausschlaggebend. Sella bedeutet so viel wie „Sattel“.

Die Sella selbst kann mit einer reinen Steinwüste beschrieben werden. Auf dem Felsplateau wächst – sieht man von einigen Flechten und seltenen, am Boden kriechenden Blumen einmal ab – nichts. Liebhaber des blanken Dolomitengesteins kommen auf dem Sella voll auf ihre Kosten.

Die Sella befindet sich östlich der Seiser Alm und des berühmten Platt- und Langkofels. Südlich der Sella liegt die Marmolada. Die Sella kann über die Alpenpässe Sellajoch, Prodoijoch, Grödnerjoch und Comapolungo umfahren werden.

Auch auf Italienisch heißt der plateauförmige Bergstock „Sella“, auf Ladinisch „Sela“.

Zentraler Punkt von vier Tälern

Die Sella befindet sich nicht komplett in Südtirol. Ein Teil der Bergstocks befindet sich auch in Belluno, ein anderer Teil in Trentino.

Aufgrund seiner Lage wird das Sellamassiv auch als zentraler Angelpunkt der Dolomiten bezeichnet. Denn hier beginnen bzw. enden vier bedeutende Täler, nämlich das Buchenstein-Tal (Valle di Livinallongo), das Fassatal, das Grödner Tal und das Abteital (wird auch Gadertal genannt).

Den höchsten Gipfel der Sellagruppe stellt der Piz Boè mit einer Höhe von 3.151 Metern dar.  Empfehlenswert ist eine Fahrt mit der Seilbahn vom Prodoijoch aus. Innerhalb von vier Minuten überwindet man einen Höhenunterschied von 700 Metern und gelangt direkt auf den Sass Pordoi. Von hier aus hat man einen unverwechselbaren Blick in die nähere, aber bei schönem Wetter in die weitere Umgebung bis zu den Ötztaler und Zillertaler Alpen. Direkt an der Bergstation des Sass Pordoi ist ein Schutzhaus, das Rifugio Maria.

Die Sella-Ronda

Die Sella-Ronda ist vor allem Skifahrern ein Begriff. Einmaliges Panorama in einer unverwechselbaren Landschaft können die Wintersportler mit der Sella-Ronda erleben. Mit den zahlreichen Aufstiegsanlagen werden der Campolongopass, das Sellajoch, das Pordoijoch und das Grödnerjoch miteinander verbunden.

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