Paternkofel

UNESCO ernennt Dolomiten zum Weltnaturerbe

Nun wurden sie gekrönt – die bleichen Berge! Am frühen Nachmittag des 26. Juni 2009 brachte das Presseamt der Autonomen Provinz Bozen die erfreuliche Meldung heraus: Die Dolomiten sind nun Weltnaturerbe.

Große Freude in Südtirol

In Südtirol war die Freude groß. Schließlich liegt ein großer Teil der Dolomiten in dem kleinen Alpenland.

Landesrat Michl Laimer war vor Ort beim 33. Jahreskongress in Servilla und durfte die Erklärung der Dolomiten zum Weltnaturerbe durch den UNESCO Weltrat live erleben. Herr Laimer bezeichnete diese Entscheidung als etwas Besonderes. Normalerweise werden Gebiete aufgrund außergewöhnlicher Teilaspekte ausgewählt. Den Dolomiten wurde diese Ehre stattdessen aufgrund ihrer „einzigartigen monumentalen Schönheit“ zu Teil. Er betonte auch, dass dieses Ereignis die Krönung ihrer Landschaftsschutzpolitik sei. Für die Bewahrung des geehrten Gebietes wurde in Südtirol auch intensiv gearbeitet!

Südtirols Landeshauptmann Lius Durnwalder zeigte sich selbstverständlich auch sehr erfreut über die Entscheidung aus Servilla. Er bezeichnet das Ereignis als die höchste Auszeichnung, die ein Naturdenkmal jemals erhalten kann und hob gleichzeitig den Werbeeffekt hervor.

Doch beide, Durnwalder wie Laimer, waren sich einig, dass die Anerkennung der Dolomiten zum Weltnaturerbe, Auswirkungen auf das Land Südtirol selbst hat. Dieser Ehrentitel wird den Südtirolern ihre Verantwortung als Bewohner eines einmaligen Naturparadieses bewusst machen.

Als dritte Stimme unterstreicht Georg Weissensteiner als Präsident vom Tourismusverband Rosengarten-Latemar nochmals die Verantwortung der Bewohner dieser Alpenregion gegenüber dem Weltnaturerbe. Denn „es ist die gesunde Luft und die klare Sicht auf eine imposante Bergkulisse, die die einzigartige Schönheit der Dolomiten so unvergleichlich und schützenswert machen.“

Warum die Dolomiten?

Für die UNESCO sind die Dolomiten besonders schützenswert. Denn es gibt schlicht und einfach kein Gebirge, das so ist wie die Dolomiten. Es gibt nirgendwo solch eine Landschaft, solch eine Botanik und solch eine Geologie. 142.000 Hektar Naturpark haben die Dolomiten vorzuweisen und mit 2.400 verschiedenen Pflanzen eine variationsreiche Pflanzenwelt.

Die Dolomiten

Die besondere chemische Zusammensetzung der Dolomiten hat bereits ihr Namensgeber, Déodat de Dolomieu, Ende des 18. Jahrhunderts festgestellt. Diese gab dem einmaligen Gebirge den Beinamen „Die bleichen Berge“. Ihre schroffen Formen und das unvergleichbare Alpenglühen mit dem melodischen Namen „Enrosadira“ wird auf der Welt seinesgleichen suchen.

Über die Dolomiten kann man nur staunen! Keiner, der sie jemals gesehen hat, kann ihre Schönheit und Einzigartigkeit abstreiten. Ehrfurcht erweckend ist ihre, über Jahrmillionen dauernder, Entstehungszeit. Für Menschen, vor allem im Vergleich zur Dauer eines Menschenlebens, sind diese Zeiträume unvorstellbar!

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