data-full-width-responsive="true">
Meran

Erster Spatenstich für Nordwest-Umfahrung von Meran

Ein halbes Jahrhundert wurde über die Verkehrsproblematik von Meran gesprochen und diskutiert. Nun ist der erste Spatenstich gemacht, der eine merkliche Entlastung des Verkehrs bringen soll. Am 14.05.2010 wurde nach dem symbolischen ersten Spatenstich das erste Baulos vom Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder und dem Südtiroler Bautenlandesrat Florian Mussner den beauftragten Bauunternehmen übergeben. Dies ist der Beginn der praktischen Umsetzung zum Bau der Nordwest-Umfahrung von Meran. Gar mancher sprach bei diesem Bauvorhaben sogar von einem Jahrhundertwerk. Doch bis zur Fertigstellung der Nordwest-Umfahrung wird noch einige Zeit vergehen. Die Fertigstellung wird erst Mitte September 2012 sein.

Enorme Verkehrsbelastung

Aktuell muss die bekannte Kurstadt Meran in Südtirol mit einer enormen Verkehrsbelastung zurecht kommen. Jeder, der vom Osten der Stadt in Richtung Passeiertal unterwegs ist, muss den Weg durch die Stadt nehmen, wofür etwa eine halbe Stunde Zeit notwendig ist. Durch die neue Umfahrungsstraße werden in Zukunft durch den Anschluss Zenoberg nur 3,5 Minuten erforderlich sein. Eine merkliche Zeiteinsparung und zugleich eine merkliche Entlastung der Stadt Meran von den Verkehrsbelastungen.

Die neue Umfahrungsstraße beginnt im Westen von Meran auf dem Algunder Gemeindegebiet. Die Passeirer Straße wird an die Schnellstraße Meran-Bozen, kurz MeBo, angeschlossen. Die Umfahrungsstraße verläuft in Richtung Norden und wird größtenteils unterirdisch gebaut. Bis zum Meraner Bahnhof wird die Straße als sogenannte Unterflurstraße errichtet, vom Bahnhof aus verläuft die Umfahrungsstraße in einem Tunnel und führt bis  zur Handwerkerzone Zenoberg. Beim Tunnelportal, also bei der Ein- bzw. Ausfahrt des Tunnels, wird ein Rondell gebaut. Von diesem Rondell aus wird die Handwerkerzone Zenoberg, Obermais, Dorf Tirol und das Passeiertal direkt an die neue Umfahrungsstraße angeschlossen werden.

Hohe Kosten

Die Meraner Nordwest-Umfahrung wird bis zur Fertigstellung hohe Kosten verursachen. Alleine das erste Baulos kostet etwa 51 Millionen Euro. Das gesamte Projekt soll etwa 153 Millionen Euro kosten. Im Rahmen der Übergabe des ersten Bauloses betonte Durnwalder, dass „die Bürger von Meran und Passeier uns (also Südtirol) das Geld wert sind“, welche die neue Umfahrungsstraße kosten wird. Im Vorfeld hatte die Landesregierung viel mit den Betroffenen diskutiert, nach einwandfreien und finanzierbaren Projekten gesucht und die Einwände der Einwohner ernst genommen. Erst dann wurde eine Entscheidung getroffen.

Das erste Baulos beinhaltet die Erstellung der Umfahrungsstraße von etwa einem Kilometer Länge. Im Rahmen des ersten Bauloses wird der Anschluss an die MeBo mittels einer 70 Meter langen Betonbrücke erfolgen, die Unterflurstraße von der MeBo bis zum Bahnhof mit dem Anschluss an den Bahnhof und entlang der Wohnbauzone Maria Himmelfahrt gebaut. Hierfür sind drei Baustellen erforderlich. Eine Baustelle wird es im Bereich der MeBo in den Algunder Obstwiesen, eine weitere in der IV-November-Straße und eine im Bereich der Josefstraße geben. Es wurden Maßnahmen getroffen, damit die Bürger von den Bauarbeiten so wenig wie möglich gestört werden. Beispielsweise kommen beim Bau lärmarme und schadstoffarme Maschinen zum Einsatz und es wird einen Lärmschutz und Sichtschutz geben.