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Deutschnofen

Deutschnofen im Südtiroler Eggental

Deutschnofen liegt im Süden Südtirols, unweit von der Landeshauptstadt Bozen und darf sich auf Italienisch Nova Ponente nennen. Das Dorf gehört der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern an, die nach dem Hochplateau Salten und nach dem Bergmassiv Schlern benannt ist.

Sein Name Programm?

Der Name des Ortes klingt ziemlich untypisch für dessen wundervolle Lage in den Südtiroler Dolomiten. Auch wenn diese Gemeinde fast ausschließlich deutschsprachige Einwohner hat, ist ihr Name von historischer Bedeutung. Man fand heraus, dass in Deutschnofen bereits in der Steinzeit Menschen gelebt hatten. Im Laufe der Geschichte dann, wurde der Glaube weitergegeben, dass Schwaben und Hessen hier einst Bergbau betrieben hätten und ihr abgebautes Erz im Ofen verflüssigten, der dann deutscher Ofen genannt wurde. Als aber später diese Annahme der Erkenntnis wich, dass es wohl Romanen waren, die hier tätig wurden, erhielt der Ort bei seiner erstmaligen Erwähnung einen anderen Namen bis er dann nach verschiedensten Umwandlungen den heutigen Namen trug. Obwohl in der jüngsten Vergangenheit nun herausgefunden wurde, dass die „Deutschnofener“ bairischen Ursprungs sind, werden die Einwohner der Gemeinde noch immer von ihren Nachbarn oft als „Hessen“ bezeichnet.

Noch mehr Geschichte

Doch gibt es noch mehr Geschichtliches über Deutschofen zu sagen. Die Fläche der Gemeinde, mit ihren drei Fraktionen Deutschenofen, St. Nikolaus/Eggen und Petersberg, besteht hauptsächlich aus Wäldern. So lässt sich erahnen, dass für die damalige Bevölkerung das Holz die wichtigste Einnahmequelle darstellte. Nicht nur die Weinbauern benötigten das Holz für ihren Weingarten, auch die Bozner bezogen von hier ihr Brennholz. Zwar ist es nicht bewiesen, jedoch wird vermutet, dass die Löwen auf dem Venediger Markus Platz auf Säulen aus „Deutschnofener“ Holz stehen. Der Holzhandel erlebte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch einmal eine Blütezeit, während der Bergbau im 20. Jahrhundert seine Bedeutung verlor. Auch florierten zu dieser Zeit das Baugewerbe und das Handwerk. Heute ist, wie in den meisten Gegenden Südtirols, der Tourismus der entscheidende Wirtschaftszweig.

Gerichte und Pfarrei

Die Gerichtsbarkeit hat in Deutschnofen eine sehr lange Tradition. Schon im 13. Jahrhundert durfte die Gemeinde selbstständig richten. Sie hatte sogar die Erlaubnis, die Todesstrafe zu verhängen. Von diesem Recht musste die Gemeinde „nur“ einmal Gebrauch machen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gericht vom Bozner Gericht übernommen. Fast zeitgleich mit der Schaffung eines eigenen Gerichts in Deutschnofen erhielt die Gemeinde ihre eigene Pfarrei.

Naturschönheiten

Deutschnofen liegt auf dem Hochplateau Reggelberg umgeben von Naturkunstwerken schlechthin. Dazu zählen wohlklingende Namen wie Latemar, Rosengarten, Schlern u.s.w. Wer schon mal in Südtirol gewesen ist, kann sich vorstellen, welcher Anblick und Ausblick dort wohl auf ihn wartet. Hier sind Einheimische, Wanderfreunde und Skifreunde gleichermaßen begeistert.

Es ist ein Genuss durch das bewaldete Brantental zu wandern. Einen Ausflug auf das Eggentaler Horn am Berg Latemar ist wegen der atemberaubenden Aussicht ein Muss. Beachtlich sind auch die Höhenunterschiede innerhalb der Gemeinde. Ihr höchster und tiefster Punkt liegen 2.300 Höhenmeter auseinander. Porphyr, ein besonderes, vulkanisches Gestein, kann in dieser Gegend von Naturliebhabern bestaunt werden und ist ein besonderes Geschenk der Schöpfung.

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