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Brixen

Brixen, die Bischofsstadt

Die Stadt Brixen im Südtiroler Eisacktal zählt mit etwas mehr als 21.000 Einwohnern zu den größten und auch bekanntesten Städten Südtirols. Viele, die auf dem Weg vom Norden über den Brenner in den Süden fahren, nutzen die Gelegenheit, die Stadt zu besichtigen. Denn Brixen, gelegen am Zusammenfluss der Eisack und der Rienz, lockt schon von der Brennerautobahn mit dem herrlichen Stadtbild, welches vor allem durch den schon von weitem sichtbaren Dom geprägt ist.

Die Südtiroler Bischofsstadt Brixen liegt auf einer Höhe von 559 Metern über dem Meeresspiegel etwa 40 Kilometer nördlich von Bozen, der Brennerpass befindet sich zirka 45 Kilometer nördlich von Brixen. Der italienische Name von Brixen lautet „Bressanone“. Brixen ist auch Sitz der Bezirksgemeinschaft Eisacktal.

Brixen blickt auf eine lange Geschichte zurück

Die Stadt Brixen blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Die Anfänge der Stadt gehen bis auf das 5. Jahrhundert nach Christus zurück, als in dem Gebiet des heutigen Brixen germanische Volksstämme die Besiedlung begonnen hatten. Urkundlich wurde die Stadt erstmals offiziell in einer Urkunde, die aus dem Jahr 901 nach Christus stammt, erwähnt, damals noch unter dem Namen „Prihsna“.

Vor allem hatte Brixen seinen Ruhm und seine Bekanntheit weit über die Landesgrenzen hinaus deshalb erreicht, weil die Stadt der Sitz von Fürstbischöfen war – und das über Jahrhunderte hinweg. In der Kirchengeschichte setzte Brixen mit dem aus dieser Stadt kommenden Bischof Poppo im Jahr 1048 ein erstes Ausrufezeichen. Er wurde in diesem Jahr zum Papst (Damasus II.) gewählt. Mit Nikolaus von Kues (1450 bis 1464) und Georg Golser (1464 bis 1488) folgten weitere Päpste, die aus Brixen kamen.

Es verwundert nicht, dass auch Papst Benedikt XVI. gerne nach Brixen kommt und seinen Urlaub hier verbringt. Bereits zu seiner Zeit als Kardinal und Erzbischof kam Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI.) mit seinem Bruder zum Urlaub nach Brixen. Aber auch Priesterseminare führten den heutigen Papst des Öfteren in die Stadt zwischen Eisack- und Pustertal. Es ist wenig bekannt, dass die Großmutter von Papst Benedikt XVI. aus Südtirol (aus Raas, einem Ort, der zur Gemeinde Natz-Schabs unweit von Brixen gehört) stammt. Papst Benedikt XVI. ist heute Ehrenbürger der Stadt Brixen.

Der Urlaub in Brixen

Wer einen Urlaub in einer Südtiroler Stadt mit dem hier zu findenden mediterranen, südländlichen Flair verbringen möchte, ist in Brixen genau richtig. Zum einen bietet Brixen mit seiner hervorragenden Lage in den Dolomiten zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten in die Berge. Zum anderen hat die historische Stadt viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, die es für interessierte Urlauber zu entdecken gilt. Hinzu kommt noch, dass Brixen sich für seine Gäste viele besondere Veranstaltungen einfallen lässt, die den Aufenthalt abwechslungsreich, kurzweilig und unvergessen werden lassen.

Zahlreiche Veranstaltungen

Egal, welche Veranstaltungen während eines Aufenthaltes von den Gästen erwartet werden – Brixen bietet viele Varianten. Kulturliebhabern werden Kabarett- und Opernaufführungen geboten, zum Feiern laden beispielsweise der Kuchlkirchtig und das Altstadtfest ein. Mit Veranstaltungen aus dem sportlichen Sektor sorgen der BMS-Contest und die Snakeboard-Meisterschaft für gute Laune.

Sport und Freizeit

Das Freizeit- und Erlebnisbad mit Fitness- und Wellnesswelt „Aquarena“ sorgt das ganze Jahr über dafür, dass sich Einheimische und Gäste vom Alltagsstress entspannen und sich ihrer Gesundheit annehmen können.

Das nahe gelegene Skigebiet Plose macht Brixen als Urlaubsort zusätzlich attraktiv. Die Trametsch-Abfahrt ist im Skigebiet die längste Abfahrt von ganz Südtirol und bei den Skifahrern sehr bekannt. Die Trametsch-Abfahrt ist allerdings als schwierige Piste eingestuft und daher schwarz markiert. Aber auch das Skigebiet der Seiser Alm und um das Grödner Tal sind relativ schnell von Brixen aus zu erreichen.

Der FC Südtirol

Der FC Südtirol – Südtirols einzige Profi-Fußballmannschaft – hat seinen Sitz in der Stadt Bozen. Der Verein ist bereits im Jahr 1974 als SV Milland – einem Brixener Stadtteil – gegründet worden und wurde dann im Jahr 1995 der FC Südtirol. Zwar absolviert der FCS seine Spiele im Bozner Drususstadion und hat in der Südtiroler Landeshauptstadt auch ein Büro, doch der rechtliche Sitz war zunächst noch Brixen bis auch dieser nach Bozen verlegt wurde.

Die Stadtteile von Brixen

Die Stadtteile von Brixen sind Kranebitt, die Altstadt, Zinggen-Rosslauf, Milland und Stufels.

Die Altstadt

Der erste Anlaufpunkt der Touristen und Besucher der Stadt Brixen ist sicherlich die Altstadt. Hier steht der berühmte Brixner Dom St. Maria, der zugleich die größte Kirche der Stadt Brixen ist. Der Dom wurde etwa um das Jahr 980 erbaut. Zirka zehn Jahre später, um das Jahr 990 wurde der Bischofssitz nach Brixen verlegt (vorher war der Bischofssitz Säben). Der Domplatz mit einem zentralen Brunnen und einigen Cafés in der Nähe laden die Besucher zu einer Rast ein.

Die Altstadt, die von alten, engen Gassen und seinen beiden Laubengassen geprägt ist, hat neben dem Brixner Dom auch noch das Kapuzinerkloster und das Klarissenkloster für eine Besichtigung zu bieten.

Direkt in der Nähe des Brixner Doms befindet sich auch ein Kreuzgang, der zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern des östlichen Alpenraumes zählt. Die bildlichen Darstellungen im Kreuzgang stellen Geschichten und Situationen des Alten und des Neuen Testaments dar.

Stufels

Stufels ist der Ursprung von Brixen. In dem Stadtteilgebiet von Stufels haben sich bereits in der Steinzeit die Menschen niedergelassen. Werkzeuge und Gefäße, die aus dieser Zeit stammen und bei Ausgrabungen gefunden wurden, sind Zeugen dieser frühen Besiedlung des heutigen Stufels.

Heute stehen zahlreiche Häuser und Gebäude von Stufels aufgrund der architektonischen Besonderheiten und des Alters unter Denkmalschutz.

Kranebitt

Kranebitt ist ein kleiner Stadtteil von Brixen, der rechts des Eisacks liegt und sich über die westliche Hangseite erstreckt.

Milland

Südöstlich von Brixen liegt der Brixener Stadtteil Milland. Wie bereits erwähnt, wurde im Jahr 1974 der SV Milland in dem Stadtteil von Brixen gegründet. Noch heute hat der FC Südtirol, der aus dem SV Milland hervorging, seinen Sitz in Brixen.

Milland wurde bereits vor Brixen urkundlich erwähnt. So datiert die erste urkundliche Erwähnung bereits im Jahr 893 nach Christus – also acht Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung von Brixen. Sehenswert in Milland sind die Josef-Freinademetz-Kirche, die in einer modernen Zeltform errichtet wurde und die Wallfahrtskirche Maria am Sand. Maria am Sand wurde bereits Ende um die Jahrhundertwende vom 13. in das 14. Jahrhundert errichtet, wurde allerdings im 15. Jahrhundert durch umfangreiche Baumaßnahmen stark verändert.

Zinggen-Rosslauf

Der Stadtteil Zinggen-Rosslauf liegt nördlich der Brixener Altstadt. Dieser Stadtteil kann die stolze Zahl von etwa 5.000 Einwohnern vorweisen. Ein Teil der Einwohner wohnt in Wohnblöcken, die Brixen nur in diesem Stadtteil vorweisen kann. Denn hier stehen Wohnblöcke mit mehr als zehn Etagen. Der Bau jener Wohnblöcke ist auch ursächlich für die stark steigende Einwohnerzahl Zinggen-Rosslaufs verantwortlich.

Im Jahr 2008 konnte in Zinggen-Rosslauf das neue Pädagogische Gymnasium, das bis zu diesem Zeitpunkt in einem älteren Gebäude im Stadtzentrum „beheimatet“ war, eröffnet werden. Der Neubau wurde erforderlich, da das alte Gebäude keine hinreichende Kapazität mehr hatte, um die Schüler unterzubringen. Im gleichen Jahr wurde Zinggen-Rosslauf auch durch eine Unterführung mit der Brixener Innenstadt verbunden.

Wann kommen Sie einmal in die wunderschöne Stadt im Südtiroler Eisacktal und sehen sich die Stadt an, in der sogar der Papst gerne Urlaub macht? Brixen wartet auf Ihren Besuch!