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Seis am Schlern

Seis am Schlern – Siusi allo Sciliar

Seis am Schlern ist ein beliebter Urlaubsort im Schlerngebiet. Sicherlich fällt es auch Ortsunkundigen nicht schwer, die geographische Lage von Seis zu nennen. Denn das Dorf liegt am Fuße der gleichnamigen Seiser Alm in der beliebten Ferienregion des Schlerngebietes.

Heute hat Seis fast 1.200 Einwohner und liegt auf einer Höhe von ca. 1.000 Metern über dem Meeresspiegel zwischen den Orten Kastelruth und Völs am Schlern. Seis erhält sein besonderes Flair von der Santner-Spitze, die von nahezu jeder Stelle des kleinen Bergdorfes zu sehen ist. Die Santner-Spitze ist ein Berg, der sich direkt neben dem bekannten Schlern befindet und zusammen mit diesem sein unverwechselbares Aussehen prägt. Die Santner wurde nach dem Erstbesteiger, Herrn Johann Santner, benannt.

Was die Vergangenheit von Seis anbelangt, ist leider wenig bekannt. Der Ort wurde zwar  in den Jahren 982 bis 987 erstmals in einem Handelsschreiben urkundlich erwähnt, mit dem die Bischöfe von Augsburg und Brixen den Tausch verschiedener Ländereien des Schlerngebietes beschlossen. Was allerdings die folgenden Jahrhunderte dem heutigen Urlaubsort „bescherten“ ist wenig bekannt. In einigen historischen Dokumenten kann man nachvollziehen, dass selbst der Ortsname nicht immer nur „Seis“ war. Im Einfluss der Sprachen wurde Seis früher auch z. B. Siusis, Suse, Sevs oder Sutsis genannt.

Über den Ort wurden zahlreiche Legenden „geboren“, da über die Historie von Seis relativ wenig bekannt ist. Eine Legende, die immer wieder gerne erzählt wird, berichtet von stets fleißigen Leuten, die in Seis lebten. Der Ort soll der Legende nach von den Wassern eines Sees, der östlich der Seiser Alm liegt, einmal überschwemmt worden sein.

Landwirtschaft und Tourismus

Früher verdienten die Bürger von Seis fast ausschließlich ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft. Dies fällt auch dem heutigen Besucher noch sehr schnell auf. Denn das Leben ist in dem Bergdorf, wenn auch der Tourismus in den bzw. Jahrzehnten Einzug hielt, noch sehr von bäuerlichen Richtlinien geprägt. Zu der Haupteinnahme der Seiser zählt neben der Landwirtschaft heute die Touristik. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass der Ort – trotz des Tourismus – nur wenig von dem Flair des Bergdorfes eingebüßt hat. Auch die Fremdenverkehrseinrichtungen von Seis werden – und das ist besonders positiv hervorzuheben – vorbildlich geführt.

Auch wenn über die Geschichte des Ortes Seis am Schlern nicht all zu viel bekannt ist, zeugen die umliegenden Kirchen bzw. Kapellen und Höfe von der bäuerlichen Vergangenheit. Aber die Seiser sind, obwohl die Tradition und der Brauchtum ein fester Bestandteil in ihrem Leben sind, auch für Modernes und den technischen Fortschritt aufgeschlossen.

Eine noch höhere Attraktion hat Seis vor einigen Jahren dadurch erfahren, als hier die Talstation der Umlaufbahn auf die Seiser Alm gebaut wurde. Da parallel mit der Eröffnung der Seiser Almbahn der Autoverkehr auf die Alm sehr stark eingeschränkt wurde, ist die Bahn mit ihrer Seiser Talstation seit der Wintersaison 2003/2004 das Transportmittel Nummer eins, um vom Schlerngebiet direkt auf die Seiser Alm mit der Bergstation am Compatsch zu gelangen. Der Compatsch ist der zentrale Ausgangspunkt auf der Seiser Alm für Wander- und Skitouren.

Kulinarisches

Zahlreiche typische Südtiroler Restaurants, Cafés und Kneipen in Seis verwöhnen die Gäste und Besucher kulinarisch. Doch seit einigen Jahren – und auch daran ist die Offenheit der Seiser zu erkennen – befindet sich unweit des Dorfzentrums das „Peppers“. Im Peppers, das sich selbst „das etwas andere Restaurant“ bezeichnet, können die Gäste texanische und mexikanische Gerichte genießen. Doch wer auch „nur“ ein Gläschen Südtiroler Rotwein genießen möchte, ist auch in der texanisch/mexikanisch angehauchten Atmosphäre des Peppers herzlich willkommen.

Seis hat also für Jung und Alt auch aus kulinarischer Sicht einiges zu bieten.

Burgruinen Salegg und Hauenstein

Oberhalb des Ortes Seis befinden sich die Burgruinen Salegg und Hauenstein. Beide Ruinen sind vom Ort gut sichtbar.

Die damalige Burg Hauenstein wurde im Jahr 1186 erstmals urkundlich erwähnt. Inhaber der Burg war eine Zeit lang der spätmittelalterliche Dichterkomponist Oswald von Wolkenstein. Er soll – so die geschichtlichen Übermittlungen – auf der Burg einmal längere Zeit seines Lebens verbracht haben und hier auch einige seiner Werke gedichtet haben. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg allerdings zur Ruine und gehört heute zum Besitz der Diözese Bozen-Brixen.

Etwas älter ist die damalige Burg Salegg. Sie wurde erstmals im Jahr 1154 unter Heinrich von Saleck urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten hatte die Burg viele Besitzer. Nennenswert sind hier die Bischöfe von Brixen, die Bischöfe von Trient und Christoph Freiherr von Wolkenstein. Heute besteht die damalige Burg – die zu keiner Zeit bewohnbar war – lediglich noch aus ein paar historischen Gemäuern.

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