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Sterzing Südtirol

Sterzing in Südtirol

Der Weg über die Alpen führt direkt nach Sterzing. Heute fährt man ihn bequem auf der Autobahn, zu früheren Zeiten war die Überquerung des Höhenzuges schon beschwerlicher und so wundert es nicht, dass Sterzing – auf Italienisch: Vipiteno – schon immer ein erster Anlaufpunkt für Durchreisende von Nord nach Süd war.

Unter dem Namen „Vipitenum“ entstand bereits 14 vor Christus unter dem römischen Feldherrn Drusus die erste Siedlung. Etwa im Jahr 1280 wurde von Graf Meinhard die Siedlung zur Stadt erhoben, was Sterzing aufgrund der Verkehrslage bald zu einer wichtigen Handelsstadt werden ließ. Heute ist Sterzing mit seinen Fraktionen Tschöfs, Thuins und Ried eine von insgesamt acht Städten in Südtirol. Sterzing liegt im Südtiroler Wipptal am Fluss Eisack.

Blütezeit

Auf die günstige Verkehrslage und die Lage direkt neben den alpinen Übergängen des Brenner- und Jaufenpasses ist es zurückzuführen, dass Sterzing bis zum 17. Jahrhundert ein wichtiger Knotenpunkt für Wirtschaft und Handel war. Die eigenen Silbervorkommen und der damit verbundene Bergbau trug das Seine dazu bei, um die Siedlung zu einer blühenden Stadt zu machen.

Noch heute kann man den bürgerlichen Wohlstand am Stil der Gebäude erkennen, welche gut erhalten und restauriert mit ihrem Stolz das Stadtbild prägen. Mit dem Versiegen de Silbervorkommen ging auch der Bergbau zurück, gleichzeitig verlor Sterzing seine wirtschaftliche Bedeutung und fiel vom 17. Jahrhundert auf die Dauer von ca. 300 Jahren in einen Dornröschenschlaf. Man bemühte sich um den Aufbau einer funktionierenden Landwirtschaft, was durch eine planmäßig angelegte Bodenverbesserung auch gelang.

Die beschauliche Ruhe endete mit dem Zweiten Weltkrieg, zu dessen Ende Sterzing noch einmal eine bedeutende Rolle für Durchreisende einnahm. Als funktionstragende Nationalsozialisten vor der Rechtsprechung aus Deutschland flüchteten, führte für viele von ihnen der Weg nach und durch Sterzing.

Sehenswürdigkeiten in Sterzing

Nach dieser einschneidenden Zeit arbeiten die heute knapp 6.900 Einwohner daran, ihren Ort für Touristen interessant zu machen, was ihnen auch gelingt. Die Bergwunderkulisse rund um Sterzing lockt Urlauber an, die das wohltuende Südtiroler Klima beim Wandern und Skifahren genießen wollen. Für wanderfreie Tage zeigt die Stadt ihre Sehenswürdigkeiten, die von ihrer großen Geschichte erzählen und erahnen lassen, welche wichtige Rolle Sterzing früher innehatte.

Das Bergwerk

Am besten knüpft man an die Vergangenheit an, indem man das Bergwerk besichtigt. Das Bergwerk ist dem Aufschwung Sterzings eng verbunden. Denn genau hier begann um 1400 der Bergbau, bei dem hauptsächlich Silber abgebaut wurde.

Die Innenstadt

Des weiteren ist das Rathaus unbedingt einen Besuch wert, denn auch hier erahnt man den Stolz der Stadtväter in früheren Zeiten. Es zählt nicht nur zu den schönsten Gebäuden von ganz Tirol, es beherbergt auch einen Schatz, allerdings nur in Nachbildung. Das Original des römischen Meilensteins, der bei Renovierungsarbeiten 1979 in der Nähe des Rathauses gefunden wurde, befindet sich im Museum in Bozen. Das Rathaus von Sterzing wurde in der Zeit von 1468 bis 1473 erbaut. Der Rathaussaal, im gotischen Stil erbaut, ist ganzjährig für die Besucher zur Besichtigung geöffnet.

Im Original zu bewundern ist allerdings der römische Altarstein, der auf die lange Geschichte des Ortes hinweist.

Der Zwölferturm

Als weiteres interessantes Ziel eines Stadtspaziergangs bietet sich zunächst der Zwölferturm (auf Italienisch: Torre delle dodici) an. Er ist mit seinen 46 Metern als höchstes Gebäude des Ortes auch das Wahrzeichen. Erbaut wurde der Zwölferturm von Herzog Sigmund von Tirol in den Jahren 1468 bis 1472. Damals wurde der Turm als Sitz der Feuerwache erbaut. Das Dach des Zwölferturms wurde nach einem Brand im Jahr 1868 durch einen Zinnengiebel ersetzt.

Vom Zwölferturm aus beginnt die wunderschöne Einkaufsstraße, die Sterzing im Jahr 2002 in die Hit-Liste von Italiens schönsten Altstädten verhalf. Direkt am Zwölferturm laden einige Cafés die Besucher ein.

Das Tiermuseum mit seinen präparierten Exponaten ist sicherlich auch ein lohnenswertes Ziel für Wissbegierige. Wer noch mehr historische Luft schnuppern will, besichtigt Burg Reifenstein, die als kunsthistorisches Baudenkmal gilt. Südtirol wird auch das Land der Burgen und Schlösser genannt, und mit Burg Reifenstein hat Sterzing ein ganz besonders sehenswertes Beispiel aufzuweisen.

Bildergalerie:

Sterzing

 

Sterzing in Südtirol


Der Weg über die Alpen führt direkt nach Sterzing. Heute fährt man ihn bequem auf der Autobahn, zu früheren Zeiten war die Überquerung des Höhenzuges schon beschwerlicher und so wundert es nicht, dass Sterzing – auf Italienisch: Vipiteno – schon immer ein erster Anlaufpunkt für Durchreisende von Nord nach Süd war.

Unter dem Namen „Vipitenum“ entstand bereits 14 vor Christus unter dem römischen Feldherrn Drusus die erste Siedlung. Etwa im Jahr 1280 wurde von Graf Meinhard die Siedlung zur Stadt erhoben, was Sterzing aufgrund der Verkehrslage bald zu einer wichtigen Handelsstadt werden ließ. Heute ist Sterzing mit seinen Fraktionen Tschöfs, Thuins und Ried eine von insgesamt acht Städten in Südtirol. Sterzing liegt im Südtiroler Wipptal am Fluss Eisack.


Blütezeit

Auf die günstige Verkehrslage und die Lage direkt neben den alpinen Übergängen des Brenner- und Jaufenpasses ist es zurückzuführen, dass Sterzing bis zum 17. Jahrhundert ein wichtiger Knotenpunkt für Wirtschaft und Handel war. Die eigenen Silbervorkommen und der damit verbundene Bergbau trug das Seine dazu bei, um die Siedlung zu einer blühenden Stadt zu machen.

 

Noch heute kann man den bürgerlichen Wohlstand am Stil der Gebäude erkennen, welche gut erhalten und restauriert mit ihrem Stolz das Stadtbild prägen. Mit dem Versiegen de Silbervorkommen ging auch der Bergbau zurück, gleichzeitig verlor Sterzing seine wirtschaftliche Bedeutung und fiel vom 17. Jahrhundert auf die Dauer von ca. 300 Jahren in einen Dornröschenschlaf. Man bemühte sich um den Aufbau einer funktionierenden Landwirtschaft, was durch eine planmäßig angelegte Bodenverbesserung auch gelang.

 

Die beschauliche Ruhe endete mit dem Zweiten Weltkrieg, zu dessen Ende Sterzing noch einmal eine bedeutende Rolle für Durchreisende einnahm. Als funktionstragende Nationalsozialisten vor der Rechtsprechung aus Deutschland flüchteten, führte für viele von ihnen der Weg nach und durch Sterzing.

 

Sehenswürdigkeiten in Sterzing

 

Nach dieser einschneidenden Zeit arbeiten die heute knapp 6.000 Einwohner daran, ihren Ort für Touristen interessant zu machen, was ihnen auch gelingt. Die Bergwunderkulisse rund um Sterzing lockt Urlauber an, die das wohltuende Südtiroler Klima beim Wandern und Skifahren genießen wollen. Für wanderfreie Tage zeigt die Stadt ihre Sehenswürdigkeiten, die von ihrer großen Geschichte erzählen und erahnen lassen, welche wichtige Rolle Sterzing früher innehatte.

 

Das Bergwerk

 

Am besten knüpft man an die Vergangenheit an, indem man das Bergwerk besichtigt. Das Bergwerk ist dem Aufschwung Sterzings eng verbunden. Denn genau hier begann um 1400 der Bergbau, bei dem hauptsächlich Silber abgebaut wurde.

 

Die Innenstadt

 

Des weiteren ist das Rathaus unbedingt einen Besuch wert, denn auch hier erahnt man den Stolz der Stadtväter in früheren Zeiten. Es zählt nicht nur zu den schönsten Gebäuden von ganz Tirol, es beherbergt auch einen Schatz, allerdings nur in Nachbildung. Das Original des römischen Meilensteins, der bei Renovierungsarbeiten 1979 in der Nähe des Rathauses gefunden wurde, befindet sich im Museum in Bozen. Das Rathaus von Sterzing wurde in der Zeit von 1468 bis 1473 erbaut. Der Rathaussaal, im gotischen Stil erbaut, ist ganzjährig für die Besucher zur Besichtigung geöffnet.

 

Im Original zu bewundern ist allerdings der römische Altarstein, der auf die lange Geschichte des Ortes hinweist.

 

Der Zwölferturm

 

Als weiteres interessantes Ziel eines Stadtspaziergangs bietet sich zunächst der Zwölferturm an. Er ist mit seinen 46 Metern als höchstes Gebäude des Ortes auch das Wahrzeichen. Erbaut wurde der Zwölferturm von Herzog Sigmund von Tirol in den Jahren 1468 bis 1472. Damals wurde der Turm als Sitz der Feuerwache erbaut. Das Dach des Zwölferturms wurde nach einem Brand im Jahr 1868 durch einen Zinnengiebel ersetzt.

 

Vom Zwölferturm aus beginnt die wunderschöne Einkaufsstraße, die Sterzing im Jahr 2002 in die Hit-Liste von Italiens schönsten Altstädten verhalf. Direkt am Zwölferturm laden einige Cafés die Besucher ein.

 

Das Tiermuseum mit seinen präparierten Exponaten ist sicherlich auch ein lohnenswertes Ziel für Wissbegierige. Wer noch mehr historische Luft schnuppern will, besichtigt Burg Reifenstein, die als kunsthistorisches Baudenkmal gilt. Südtirol wird auch das Land der Burgen und Schlösser genannt, und mit Burg Reifenstein hat Sterzing ein ganz besonders sehenswertes Beispiel aufzuweisen.

 

Bildergalerie

 

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