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Bruneck

Bruneck im Pustertal

Gelegen in Südtirols „grünem Tal“, dem Pustertal, zählt Bruneck zu den acht Städten des kleinen Alpenlandes. Zirka 16.000 Einwohner hat der Hauptort der östlichsten Bezirksgemeinschaft von Südtirol. In Bruneck werden alle drei Landessprachen gesprochen. Der Großteil der Bevölkerung spricht deutsch, etwa 15 % italienisch und ein ganz geringer Prozentsatz ladinisch. Die Stadt dehnt sich auf einer Fläche von 45,7 Quadratkilometern aus. Mit ihren fünf Fraktionen Stegen, St. Georgen, Dietenheim, Reischach und Aufhofen  liegt sie zwischen 800 bis 1.500 Metern über dem Meeresspiegel.

Bruneck feierte im Jahre 2006 seinen 750. Geburtstag und damit 750 Jahre interessante Stadtgeschichte.

Bruneck hat Geschichte

Fürstbischof Bruno von Kirchberg, der das Schloss Bruneck erbauen ließ, war auch der Gründer der Stadt Bruneck und – so wird vermutet – auch ihr Namensgeber.

Obwohl Bruneck erst 1256 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, wuchs die Stadt erst Mitte des 14. Jahrhunderts als Stadtmauer und Stadtgraben fertiggestellt wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt, und heute kaum mehr vorstellbar, bestand Bruneck nur aus zwei Häuserreihen. Noch Ende desselben Jahrhunderts erhielt Bruneck weitere Privilegien, die der Stadt unter anderem Aufwind gaben: Die Hohe Gerichtsbarkeit durch den Kaiser und die Freiheit des Wochenmarktes.

Der fleißige Handel zwischen Venedig und Augsburg sorgte jedoch für den entscheidenden Schub, so dass Bruneck reicher und bekannter wurde. Denn durch das Pustertal führte eines ihrer Handelswege. Speziell am Ballplatz in Bruneck wurde für einige Zeit Handelsware gelagert.

Zur gleichen Zeit wurde in der Stadt auch Kunstgeschichte geschrieben. Die berühmte Malschule in Bruneck fand ihren Anfang und brachte die hochbegabten Künstler Friedrich und Michael Pacher hervor. Nicht umsonst nennt sich Bruneck auch heute noch die „Michael-Pacher-Stadt“. Die Werkstatt Michael Pachers ist schließlich bis in die Gegenwart auch jenseits der Landesgrenze bekannt.

Im 17. Jahrhundert wurde Bruneck zur eigenen Pfarrei  und ein paar Jahre später kamen Kapuziner, ein franziskanischer Bettelorden der katholischen Kirche, nach Bruneck und bauten in der Stadt ein Kloster.

Die dunklen Jahre der Stadt

Im Jahre 1728 brach ein Feuer in Bruneck aus, so dass fast die ganze Stadt zerstört wurde. Schließlich hinterließen die napoleonischen Kriege und die zwei Weltkriege aus dem letzten Jahrhundert große finanzielle Schäden, aber auch große Verluste unter der Bevölkerung.

Auch findet man noch Spuren der Jahre des Faschismus in Bruneck. Teile des Alpini-Denkmals, im Volksmund heißt es Kapuziner Wastl, sind noch erhalten. Mit diesem Monument wollten die Faschisten ihre Soldaten für den Einsatz im Äthiopienkrieg ehren. Das Denkmal ist seit jeher umstritten. Es wurde beschädigt, zerstört, wieder aufgebaut….
Heute sind nur noch Reste des Kapuziner Wastl übrig.

Das Bruneck der Gegenwart

Inzwischen herrscht seit 64 Jahren Frieden in der Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt nach den zwei Weltkriegen ging Hand in Hand mit der Zunahme des Fremdenverkehrs, der natürlich auch seine Schattenseiten hat. Bezeichnend hierfür ist, dass die Ferienregion „Kronplatz“, vor allem als beliebte Wintersportregion, sehr bekannt ist, aber der Namensgeber weit weniger Aufmerksamkeit bekommt, der Hausberg von Bruneck.

Die Stadt bietet entsprechend viel für seine „Fremden“. Doch haben sich in Bruneck auch zahlreiche Handwerks-, Handels- und Industriebetriebe niedergelassen und stärken damit den Wohlstand der Stadt.

Natürlich ist sich die Stadt auch ihrer Verantwortung gegenüber der Natur und dem Klima bewusst und bietet hier einige Initiativen. Schließlich befinden sich in der Bezirksgemeinschaft Pustertal drei Naturparks und die Dolomiten, wovon auch ein Teil im Pustertal beheimatet ist, sind schließlich seit dem 26. Juni 2009 Weltnaturerbe.

Doch auch ihr künstlerisches Erbe hat die Stadt nicht abgeschüttet. Im Gegenteil! In den letzten Jahren wurde einiges geboten um in Bruneck Kunst und Kultur stärker aufleben zu lassen.

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