Schreibmaschinenmuseum Partschins

Das Schreibmaschinenmuseum in Partschins

Partschins, der beliebte und bekannte Urlaubsort um Rande des Naturparks Texelgruppe ist auf einen ehemaligen Bewohner ganz besonders Stolz – auf Peter Mitterhofer.

Peter Mitterhofer wurde im Jahr 1822 in Partschins geboren und gilt als Erfinder der Schreibmaschine. Die Feriengemeinde Partschins nahm das Jahr 1993, jenes Jahr, in dem sich der Todestag Mitterhofers zum 100. Mal jährte, zum Anlass, ein Schreibmaschinenmuseum zu eröffnen. Dieses Schreibmaschinenmuseum ist einmalig in ganz Südtirol und kann noch heute im „Teisenhaus“ besucht werden.

Museum rund um die Schreibmaschine

Direkt am Kirchplatz von Partschins ist das Schreibmaschinenmuseum in einem auffällig architektonisch gestalteten Gebäude untergebracht. Über mehrere Etagen werden zahlreiche Schreibmaschinen ausgestellt und auch die Entwicklung der Schreibmaschine eindrucksvoll dargestellt.

Schon im Eingangsbereich wird der Besucher des Museums auf eine Reise zu den unterschiedlichsten Schriftzeichen mitgenommen. Hier kann man sich von den Kulturvölkern des Altertums ein Bild von deren Schriftzeichen machen; angefangen von den Hieroglyphen bis hin zur Keilschrift. Auch die Gutenberg-Bibel ist hier ausgestellt. Bereits im Eingangsbereich kann man die „Mitterhofer Nr. 1“ besichtigten, die im Jahr 1864 von Peter Mitterhofer gefertigt wurde. Diese Schreibmaschine nannte Peter Mitterhofer allerdings selbst als die „Misslungene“.

Im ersten Obergeschoss kann man einiges über Militärschreibmaschinen, die im Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren und eine Geheimschrift hatten, erkunden. Sogar Schreibmaschinen mit Fremdsprachenzeichen sind hier zu sehen. Schreibmaschinen, die im Alltag in unseren Breitengraden Raritäten darstellen, sind beispielsweise Maschinen mit koreanischen, arabischen, japanischen, kyrillischen, singhalesischen oder thailändischen Schriftzeichen.

Im zweiten Obergeschoss ist eine stattliche Anzahl von Reiseschreibmaschinen zu bewundern. Von diesen Reiseschreibmaschinen sticht vor allem eine vollständig vergoldete Schreibmaschine, die „Princess 300“ (mit 18 Karat vergoldet) und „Royal Gold“ ganz besonders in den Blickfang der Gäste. Auf der zweiten Etage sind aber noch viele Standard-Schreibmaschinen ausgestellt. Ebenso befinden sich hier unter anderem eine Sprechmaschine mit Walzen (1878 von Thomas Alva Edison konstruiert), eine elektrisch angetrieben Schreibmaschine und eine mit einem Kugelkopf als Typenträger ausgestattete Schreibmaschine, die im Jahr 1962 konstruierte „IBM72“.

In der Galerie des Museum gibt es noch eine Sammlung von Kinderschreibmaschinen, die aus den Jahren zwischen 1901 und 1998 stammen. Darunter befindet sich zum Beispiel eine „Mickey Mouse“, eine „Barbie“, eine „La mia prima Olivett“ und eine „My first Office“.

Besuch des Museums zu empfehlen

Ein Besucher des Schreibmaschinenmuseums in Partschins ist jedem zu empfehlen, der sich in der Feriengemeinde aufhält oder auf der Durchreise ist. Eine Besichtigung der Schreibmaschinen in dem Museum, dessen Ausstellung mehr als 1.200 Exemplare enthält, ist sicherlich ein unvergessliches Erlebnis.

Das Schreibmaschinenmuseum befindet sich am Kirchplatz 10, 39010 Partschins (Südtirol) und hat in der Zeit von November bis März jeweils dienstags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von April bis Oktober montags und freitags von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr  und dienstags bis donnerstags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr und samstags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr geöffnet.

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