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Karersee Südtirol

Der Karersee am Fuße des Latemargebirges

Der Karersee – auf Italienisch: Lago di Carezza – zählt zu den bekanntesten Seen von Südtirol und befindet sich im Feriengebiet Rosengarten-Latemar. Der Karersee liegt am Fuße des Latemargebirges, dessen Gebirgszüge sich eindrucksvoll in dem kristallklaren Wasser spiegeln.

Der Karersee liegt auf einer Höhe von 1.520 Metern über dem Meeresspiegel im Gemeindegebiet Welschnofen, welches in einer knappen Autostunde von Bozen aus zu erreichen ist. Rund um den See befindet sich der Karerwald, ein Fichten- und Tannenwald. Dieser Karerwald rundet das Gesamtbild des Karersees mit dem Latemargebirge ab. Der See lockt jährlich zahlreiche Besucher an, die sich den bekannten Karersee ansehen möchten.

Der Wasserstand des Karersees variiert zwischen 6,30 Metern und 22 Metern. Seinen Wasserhöchststand erreicht der Karersee meist in den Monaten Juni und Juli, wenn die Schneeschmelze noch für reichlich Wasserzufluss sorgt. Bei nur sehr geringen Niederschlägen kann es auch durchaus vorkommen, dass der Karersee an seiner tiefsten Stelle eine Wassertiefe von nur etwa 6,30 Metern hat. Der Karersee ist 287 Meter lang und 137 Meter breit.

Erreichbarkeit des Karersees

Der Karersee befindet sich direkt an der Staatsstraße 241; diese Straße ist als die Dolomitenstraße bekannt. Wer mit dem Pkw anreist, kann sein Auto an einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen. Hier befinden sich auch Imbisse und Souvenirläden. Vom Parkplatzgelände aus führt durch eine Unterführung ein kurzer Fußweg direkt zum Seeufer. Aufgrund der Bekanntheit des Karersees wird dieser – vor allem in der Urlaubssaison – von vielen Urlaubern aufgesucht. Empfehlenswert ist jedoch, den Karersee entweder in den frühen Morgenstunden oder in den späten Abendstunden aufzusuchen. Zum einen kann man zu diesen Zeiten außerhalb der großen Touristenströme die idyllische Ruhe, welche der Karersee ausstrahlt, in vollen Zügen erleben und genießen. Zum anderen bietet der See in der Morgendämmerung bzw. Abenddämmerung ein ganz faszinierendes Farbenspiel.

Am Karersee darf nicht gepicknickt werden. Die um den See herum montierten Zäune dürfen nicht überstiegen werden. Zudem ist das Fischen, Zelten und das Anzünden von Feuern am Karersee verboten.

Der Karersee – Regenbogensee

Geht man nach der ladinischen Übersetzung – auf Ladinisch wird der Karersee „Lec de Ergobando“ bezeichnet –, heißt der Karersee auch Regenbogensee. Diesen Beinamen hat der Karersee aufgrund seiner wechselnden Farben erhalten.

Die Wasserfee vom Karersee – eine Sage vom Karersee

Nahezu jedes Gebirge und jeder See hat in Südtirol eine eigene Sage. Mit der „Wasserfee vom Karersee“ hat auch der See am Fuße des Latemargebirges eine eigene Sage. Nach dieser Sage hat einmal im Karersee eine wunderschöne Wasserfee gelebt. Des Öfteren saß die Wasserfee, leise vor sich hin singend, am Ufer des Karersees und hat ihre blonden Zöpfe geflochten. Eines Tages kam hier der Hexenmeister von Masaré vorbei. Da er sich in die Wasserfee verliebte, spielte er seine gesamte Zaubermacht mit dem Ziel aus, die Nixe zu entführen. Die schöne Wasserfee ließ sich zum Leidwesen des Hexenmeisters nicht erwischen.

Aufgrund seines Misserfolges bat der Hexenmeister die Hexe Langwerda zum Rat und Hilfe. Langwerda gab ihm den Hinweis, dass er die Wasserfee entführen könne, indem er einen Regenbogen zwischen dem Rosengarten und dem Latemar zaubert. Als Juwelenhändler verkleidet würde er die Nixe zunächst anlocken und schließlich entführen können.

Der Hexenmeister von Masaré folgte dem Tipp und zauberte einen Regenbogen in den herrlichsten Farben einen Regenbogen zwischen dem Rosengarten und dem Latemar. Leider vergaß der Hexenmeister es jedoch, sich als Juwelenhändler zu verkleiden. Zunächst war die Wasserfee von dem wunderschönen Regenbogen und den zahlreichen Edelsteinen verzückt. Als sie jedoch bemerkte, dass sich der Hexenmeister am See versteckt hielt, verschwand sie im Karersee und wurde seitdem nie wieder gesehen.

Aufgrund seines gescheiterten Versuchs, die Wasserfee zu entführen, war der Hexenmeister derart erzürnt, dass er den Regenbogen vom Himmel riss und ihn in tausende Stücke schmetterte. Die Regenbogenstücke mit den unzähligen Juwelen warf er in den Karersee. Und dies ist der Grund, weshalb sich der Sage nach noch heute der Karersee in den verschiedenen Farben des Regenbogens zeigt und daher auch den Beinamen „Regenbogensee“ trägt.

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