Durnholzer See

Der Durnholzer See im Südtiroler Sarntal

Im Südtiroler Sarntal befindet sich im Talschluss mit dem Durnholzer See ein kleiner und idyllischer Bergsee, bei dem Erholungssuchende voll auf ihre Kosten kommen.

Auf einer Höhe von 1.545 Metern über dem Meeresspiegel lädt der Durnholzer See – auf Italienisch: Lago di Valdurna – all jene ein, die in einer absoluten Ruhe noch das unberührte Stück Natur genießen und erkunden möchten. Die Ruhe wird schon alleine deshalb garantiert, weil hier kein öffentlicher Verkehr zugelassen ist und damit kein Verkehrslärm in Kauf genommen werden muss.

Um den gesamten See führt ein Rundweg, für den man etwa eine Stunde benötigt. Am Wegesrand ist mit dem Fischerwirt auch eine Einkehrmöglichkeit, bei dem die Gäste kulinarisch – selbstverständlich mit Blick zum Durnholzer See – verwöhnt werden. Ebenfalls sind in der Nähe des Durnholzer Sees einige Pensionen bzw. ein Bauernhof, die man als Urlaubsdomizil auswählen kann.

Direkt am Uferrand des Durnholzer Sees befindet sich auch eine Fischer-Ranch, bei der man Fische angeln kann. Aufgrund der Höhe ist das Wasser des Durnholzer Sees immer sehr kalt und daher auch in den Sommermonaten nicht zum Baden geeignet. Im Winter lockt der zugefrorene See allerdings Schlittschuhläufer an.

Daten zum Durnholzer See

Der Durnholzer See hat eine Länge von 900 Metern und eine Breite von 350 Metern und zeigt sich in einer dreieckigen Form. Sowohl der Seebach als auch der Großalmbach speist den idyllischen Bergsee mit Wasser. Über den Durnholzer Bach, der in die Talfer fließt, fließt das Wasser des Durnholzer Sees wieder ab.

Man geht davon aus, dass der Durnholzer See durch eine sogenannte Hangrutschung entstanden ist, welche sich an der nordwestlichen Talseite ereignete und dadurch das Wasser gestaut wurde.

Insgesamt hat der Durnholzer See eine Fläche von 12,4 Hektar, eine maximale Tiefe von 12,8 Metern und fasst insgesamt (schätzungsweise) 744.000 Kubik Wasser.

Unverwechselbares Panorama

An der Südseite des Sees befindet sich die Pfarrkirche zum Heiligen Nikolaus. Das kleine Kirchlein bildet das unverwechselbare Panorama an der südlichen Seite des Durnholzer Sees. Wer einmal die Gelegenheit hat, sich die Kirche von innen anzusehen, der sollte diese auch nutzen. In der Kirche ist nämlich um den Altar eine Freskenpracht zu bestaunen, die man in dieser Fülle nur selten sieht. Die Fresken zeigen hauptsächlich die Lebensgeschichte des Heiligen Nikolaus, aber auch Bilder aus der Passionsgeschichte.

An der Ost- und Westseite wird der Durnholzer See von grünen Wiesen und Wäldern gesäumt. Im Norden befindet sich die 2.741 Meter hohe Jakobsspitze an deren Fuße ebenfalls grüne Wiesen und Wälder sind.

Die Anreise zum Durnholzer See

Um zum Durnholzer See zu gelangen, muss man von der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen in das Sarntal fahren. Über Sarnthein und Reinwald führt eine Straße bis zu einem (kostenpflichtigen) Parkplatz. Von hier kann man per Fuß den Durnholzer See in etwa zehn Minuten (300 Meter entfernt) erreichen. Von Bozen ist der Parkplatz des Durnholzer Sees in etwa 40 Minuten (34 Kilometer) zu erreichen.

Auch über das Penser Joch ist der Durnholzer See erreichbar. Diese Route ist jedoch wesentlich zeitintensiver und vor allem nicht ganzjährig nutzbar, da das Penser Joch für den Verkehr nur in den Sommermonaten offen ist.

Wanderungen vom Durnholzer See

Vom Durnholzer See können auch empfehlenswerte Wanderungen gestartet werden. So ist die Kassianspitze in 3:10 Stunden, das Latzfonser Kreuz in 3:20 Stunden und das die Jakobsspitze über die Seebalm und Flaggerschartenhütte in etwa 4:00 Stunden erreichbar.

Sage vom Durnholzer See

Über den Durnholzer See gibt es auch eine Sage. Diese Sage berichtet von einem Landmann, der nach dem Feierabendläuten seine Arbeit nicht beendet hatte, wie dies in vielen Gebieten eigentlich die fromme Sitte ist. Der Durnholzer Bauer hatte nach dem Feierabendläuten einfach weitergearbeitet und geäußert, dass er seine Arbeit nicht früher beendet, bis das gesamte Heu aufgeladen ist – auch wenn der ganze See das Heu „fressen“ sollte.

Der Durnholzer Bauer lud das gesamte Heu auf und fuhr es nach Hause. Am darauf folgenden Sonntagmorgen hatte der Durnholzer See dann tatsächlich sein Haus und seinen ganzen Hof verschlungen. Es war fortan keine Spur mehr davon zu finden, wie man sich hier in diesem Gebiet rund um den Durnholzer See noch heute erzählt.

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