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Schwarzhorn

Das Schwarzhorn – Corno Nero

Nur etwa einen Kilometer vom Weißhorn entfernt liegt das Schwarzhorn. Beide Berge sind bekannte Gipfel, welche sich geographisch im Südtiroler Unterland und am Rande des Rosengarten-Latemargebietes befinden. Durch ihre isolierte Lage und ihrem pyramidenförmigen Aufbau sind diese von weitem zu sehen und auch von den restlichen Dolomitengipfeln leicht auseinander zu halten.

Sowohl das Schwarzhorn als auch das Weißhorn haben ihren Namen von dessen Farbgebung erhalten. So besteht das Schwarzhorn aus einem relativ dunklen Gestein, nämlich dem rötlich-grauem Bozener Quarzporphr. Daher lag es auf der Hand, diesen Gipfel „Schwarzhorn“ zu bezeichnen. Der italienische Name des Schwarzhorns lautet „Corno Nero“.

Beim Schwarzhorn und beim Weißhorn spricht man aufgrund deren nahezu identischen Erscheinungsform von Zwillingsbergen. Von den zwei Bergen ist das Schwarzhorn mit einer Höhe von 2.439 Metern der höhere Berg, beide Gipfel gehören jedoch zu den südlichsten Gipfeln der Dolomiten (die Dolomiten wurden im Jahr 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt).

Der Gipfel des Schwarzhorns wird durch ein kleines Plateau gebildet. Auf dieser nahezu ebenen Fläche befindet sich das große Gipfelkreuz. Ebenfalls ist hier eine zierliche Madonna zu finden, die zum Nachbarsberg – zum Weißhorn – blickt.

Die Wanderung auf das Schwarzhorn

Da die berühmten Berge der Dolomiten in der näheren Umgebung liegen – hier sind beispielsweise der Rosengarten und das Latemargebirge zu nennen – werden Bergsteiger eher zweitrangig eine Wanderung auf das Schwarzhorn favorisieren. Dennoch ist eine Wanderung auf das Schwarzhorn lohnenswert, zumal sich vom Gipfel aus eine herrliche Aussicht auf die umliegende Bergwelt bietet.

Wer über die Nordflanke des Schwarzhorns den Gipfel erklimmen möchte, der muss die Route vom Jochgrimm aus nehmen. Empfehlenswert ist, die Route beim „Hotel Schwarzhorn“ zu beginnen. Anfangs führt der Weg an Wiesen mit Almenrosen und an Lerchen vorbei und geht dann in felsiges Gestein über. Bereits während dieser Route hat man fantastische Ausblicke auf die umliegenden Dolomiten und die umliegende Gegend. Später geht der Weg in einen Grat und felsiges Geröll über. Hier verläuft auch die Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino.

Ebenfalls kann man über die Ostflanke auf den Gipfel des Schwarzhorns gelangen. Auch diese Route beginnt am „Hotel Schwarzhorn“ und führt über das Kugeljoch. Bei dieser Route bietet sich einem ein malerischer Blick in das Fleimstal. Wer nicht unbedingt den gleichen Weg vom Gipfelkreuz zurücknehmen möchte, den er aufgestiegen ist, der sollte über die Nordflanke das Schwarzhorn besteigen und den Abstieg über die Ostflanke vornehmen.

Das Schwarzhorn einstiger Kultplatz und Heiligtum

Wer sich die Gipfelfläche des Schwarzhorns einmal näher ansieht, der kann an der nördlichen Seite ein ausgedehntes Trümmerfeld entdecken. Dieses Trümmerfeld ist noch der letzte Zeuge eines einstigen Kultplatzes, der sich auf dem Gipfel des Schwarzhorns einmal befunden hat.

Urgeschichtsforscher hatten sich den Berg einmal näher angesehen und konnten auf dem Gipfelplateau eine vorgeschichtliche Anlage mit Mauerführung und Wällen ausfindig machen. Diese Anlage nahm einmal den gesamten Gipfelbereich und auch Flächen des anschließenden Nordhangs ein.

Die Funde, welche hier gefunden wurden, zeugen davon, dass sich auf dem Schwarzhorn in der Eisenzeit einmal ein alter Kultplatz befunden hatte. Zu den Funden gehören verbrannte Tierknochen und Bruchstücke aus Keramik. Zudem wurden einige Wetzsteine aus Sandstein, zwei Bronzenadeln und eine rote Glasperle einer Halskette gefunden. Der Bronzedolch ist ein Zeichen dafür, dass sich der Kultplatz sogar schon in der späten Bronzezeit auf dem Schwarzhorn befunden hat und als Heiligtum galt.

Der damalige Kultplatz wurde wahrscheinlich damals bewusst abgetragen und aufgelassen. Hier wird vermutet, dass dies vor der römischen Machtübernahme erfolgt ist.

Das Skigebiet Jochgrimm

Zwischen dem Schwarzhorn und dem Weißhorn befindet sich das Skigebiet Jochgrimm. Hierbei handelt es sich um ein relativ kleines Skigebiet auf einer Höhe von 2.000 Metern über dem Meeresspiegel.

Dies Skigebiet bietet Pisten mit einer Gesamtlänge von sieben Kilometern und vier Aufstiegsanlagen.

Auch Langläufer kommen im Skigebiet Jochgrimm auf ihre Kosten. Zwei Loipen (3,5 Kilometer und acht Kilometer) bieten hervorragende Langlaufbedingungen einen traumhaften Blick auf die umliegende Bergwelt. Verbindungsloipen ermöglichen, dass die Loipen zur Hochebene von Deutschnofen und des Lavazé Jochs erreicht werden können, womit ein Loipennetz mit einer Gesamtlänge von 80 Kilometern zur Verfügung steht.

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