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Trostburg

Die Trostburg bei Waidbruck

Inmitten der idyllischen Landschaft zwischen Brixen und Bozen liegt die Gemeinde Waidbruck. Hier lädt auf Erhebungen die Trostburg in einer waldreichen Umgebung zu einem Besuch ein.

Malerisch gliedert sich die Trostburg in das Bild des Eisacktals ein, wo sie am Hang des Tales liegt. In dieser Burg hat heute das Südtiroler Burgeninstitut, der im Jahr 1963 gegründete ehemalige Südtiroler Burgenverein, einen idealen Sitz für die Durchführung seiner Aufgaben gefunden. Schließlich geht es dem Burgeninstitut ja unter anderem um die Erhaltung von wertvollen Gebäuden verschiedener Art. Als Nachfolgeinstitution hat sich das Burgeninstitut im Jahr 1977 gegründet. Nur zwölf Jahre später gründete sich das Südtiroler Burgeninstitut Jugend, das sich ähnliche Aufgabenziele setzte.

Die Geschichte der Trostburg

Im Rahmen seiner Arbeit konnte sich der Südtiroler Burgenverein auch intensiv mit der Geschichte der Burg auseinander setzen. Deren Geschichte kann bis in das 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden. So wird davon ausgegangen, dass die Burg in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden ist.

Bis zum Jahr 1385, als die Zeit der Burg als Adelssitz begann, gab es nur zwei Besitzerwechsel. Dann zogen die Grafen des Adelsgeschlechts von Wolkenstein-Trostburg in die Burg ein. Diese sollten auf der Burg ihr Domizil für über 580 Jahre haben. Während dieser Zeit kümmerten sich die Grafen um die kleinen Delikte, die der Alltag so mit sich brachte. Für diese sprachen die Herren der Trostburg dann entsprechende Strafen aus. Somit wurde durch die Grafen eine niedere Gerichtsbarkeit ausgeübt. Doch dann ging die Zeit der Grafen von Wolkenstein-Trostburg im Jahr 1967 zu Ende. Jahrzehntelang schafften es die Herren der Burg diese in gutem Zustand zu halten. Dies war allerdings in den 1960-er Jahren nicht mehr gegeben. Und so drohte der Burg beinahe der endgültige Verfall, was jedoch mit der Gründung einer Gesellschaft verhindert werden sollte. Dies gelang und mittlerweile ist der Südtiroler Burgenverein seit mehr als zwei Jahrzehnten im Besitz aller Anteile.

Besichtigung der Burg

Natürlich gibt es die Möglichkeit für Gäste, die Burg mit all ihren Schönheiten und ihren Geheimnissen kennen zu lernen. Die Besichtigung dieser Burg, das zugleich das Südtiroler Burgenmuseum darstellt, ist jedoch nur bei einer Teilnahme an den Führungen möglich. Jedoch sind dafür viele Informationen über die Geschichte von einst zu erfahren. In den Monaten Juli und August wird diese Führung sogar fünfmal wöchentlich veranstaltet. Und dabei wird den Besuchern sehr viel von der Burg vorgestellt. Ein prächtiger Rittersaal und die gotische Stube sind nur einige der wundervoll erhaltenen Sehenswürdigkeiten der Burg. Noch vieles wartet auf seine Entdeckung.

Als besonderes Highlight ist die dauerhafte Ausstellung, bei der Modelle von Burgen zu bestaunen sind, die in Südtirol in Originalgröße bewundern sind. Zu den ungefähr 80 Modellen zählen die Burg Boymont, die Fischburg und die Burg Maretsch. Erschaffen wurden diese Modelle durch Ludwig Mitterdorfer, der in den Jahren von 1885 bis 1963 gelebt hat. Somit wird ein einzigartiger Einblick in die Burgenlandschaft von Südtirol und deren Geschichte gewährt.

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