Kloster Säben

Kloster Säben in Klausen

Akropolis von Tirol

Das Kloster wurde nach dem Berg Säben benannt, auf dem es seit über 1000 Jahren dem Ort Klausen weithin sichtbar als Wahrzeichen dient.

Von Weitem denkt man, eine mächtige Burg thront über dem Eisacktal, und damit liegt man gar nicht falsch. Denn es handelt sich um eine Ansammlung von Gebäuden, Kirchen, einem Brunnen, und dem Kloster, die im Zusammenschluss wie ein Burggelände wirkt.

Die Akropolis von Tirol

Akropolis Tirols nennen die Einheimischen ihr Kloster Säben liebevoll, und damit geben sie den Stellenwert preis, den die geschichtsträchtige Bergburg für Klausen und die Umgebung hat. Natürlich bringt der Spitzname Akropolis auch die erhabene Position hoch auf dem Berg zum Ausdruck. Wenn man nun den steilen Aufstieg von Klausen aus in ungefähr 45 Minuten geschafft hat, sollte man sich etwas Zeit gönnen, um die besondere Ausstrahlung des Geländes in sich aufzunehmen.

Noch heute leben Nonnen im Benediktinerkloster, das aus diesem nachvollziehbaren Grund nicht zu besichtigen ist. Die 11 Frauen, die sich dem Klosterleben verschrieben haben, kümmern sich aber um die Gäste und betreiben sogar eine einladende Gastronomie. Aber die Klosterkirche selbst öffnet gerne ihre Pforte für interessierte Besucher, wie auch die Gnadenkapelle, die Liebfrauenkirche und die Heilig Kreuz Kirche. Diese diente bis zum Jahr 1000 als Bischofssitz, weswegen der Berg auch gern als Heiliger Berg bezeichnet wird.

Der Heilige Berg

Als Ziel von Wallfahrten diente der Heilige Berg früher wie heute. Allerdings ist der Berg mit dem Kloster heute viel öfter das Ziel von Touristen als von Gläubigen, und trägt mit dem seit 1500 bekannte Ladiner Kreuzgang zur Entspannung und geistigen Erbauung von Erholungssuchenden bei. Dabei kann man sich in aller Ruhe die wechselvolle Geschichte des Heiligen Berges und seiner Gebäude durch den Kopf gehen lassen, die in ihrer Gesamtheit Kloster Säben genannt werden.

Nicht nur gegen die Türken musste man sich erwehren, sondern auch Naturkatastrophen wie ein vernichtender Brand nach einem Blitzschlag im Jahr 1533 bedrohten die Anlage. Dazu kamen politische Streitigkeiten, die sogar zeitweise zur Folge hatten, dass keine Novizinnen mehr ins Kloster aufgenommen werden durften. Kloster Säben sah in seiner Geschichte viele Herren, bayrische, französische, klerikale sowie weltliche Herrscher fühlten sich als Besitzer der Burg.

Den größten Einfluss aber nahm und nimmt der Berg selbst, denn 1880 erforderte die Gefahr eines Bergrutsches eine groß angelegte Restaurierungsmaßnahme, um ein Abrutschen der Gebäude zu verhindern. Seitdem wirkt der Berg nicht mehr wie eine Festung mit mittelalterlichem Charakter, was aber seiner Anziehungskraft bis in die Gegenwart keinen Abbruch tut.

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